Erster Baustein für den neuen ZHAW-Campus der School of Engineering ist bekannt

08.11.2018 - Medienmitteilung

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Die School of Engineering der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften wird auf dem Areal Technikumstrasse in Winterthur zu einem Campus mit Park ausgebaut. Die dafür benötigten neuen Gebäude und der Freiraum werden in vier Etappen realisiert. Mit der Projektierung und Ausführung der 1. Etappe wird die Arbeitsgemeinschaft von Graber Pulver Architekten und Takt Baumanagement (beide aus Zürich) beauftragt. Das kantonale Hochbauamt, das den Projektwettbewerb veranstaltet hat, gab diese Entscheidung am 8. November in Winterthur bekannt.  

In einem selektiven Wettbewerbsverfahren liess die Jury aus insgesamt 57 Bewerbungen 15 teils internationale Teams zur Teilnahme am Wettbewerb zu. Mit der heutigen Eröffnung der Wettbewerbsausstellung gibt die Jury das Siegerprojekt «BELO HORIZONTE» der Zürcher Arbeitsgemeinschaft Graber Pulver Architekten und Takt Baumanagement bekannt.

Die Wettbewerbsaufgabe beinhaltet die Entwicklung von zwei Laborneubauten und einer Campus Aussenanlage. Damit soll das Raumangebot der School of Engineering (SoE) entsprechend den betrieblichen Anforderungen sowie der künftigen Anzahl von Studierenden erweitert und optimiert werden. Die Neubauten sollen der SoE räumliche und inhaltliche Synergien ermöglichen. Gleichzeitig soll der Freiraum einschliesslich eines Parks mit Zugang zur Eulach neu gestaltet werden, der auch für die Bevölkerung der Stadt Winterthur einen Mehrwert bietet.

Attraktive Studienplätze entstehen

Die Jury würdigt in ihrem Entscheid, dass das Siegerprojekt einen ausgezeichneten ersten Baustein für die weitere Entwicklung des gesamten Campus bildet. Das Projekt «BELO HORIZONTE» legt zwei neue Achsen auf dem Areal fest und organisiert damit die Verbindung zwischen der Technikumstrasse, den Bestandesbauten und der Eulach neu. Der Ersatzneubau soll zum Zentrum der Anlage werden und beinhaltet eine grosse Mensa. Die Labor-, Unterrichts- und Büroräumlichkeiten können unterschiedlich genutzt werden. Sie gewährleisten dadurch eine hohe Flexibilität und bieten ein interaktives Arbeitsumfeld. Der Campus wird durch die Eulach und den kleineren Neubau gefasst, der direkt an der Wildbachstrasse stehen wird. In der Mitte des Areals entsteht ein neuer, öffentlich zugänglicher Park. Der neu gestaltete Freiraum schafft einen lebhaften Kontrast zu den baulichen Geometrien und Strukturen.

Unter der Leitung des Hochbauamts und in Zusammenarbeit mit der ZHAW wird das Projekt weiterentwickelt. Dazu gehört die detaillierte Ausarbeitung der Kosten und Termine. Gemäss einer groben Schätzung wird mit Baukosten von rund 180 bis 220 Millionen Franken gerechnet (+/- 25 Prozent). Ziel ist es, dem Regierungsrat und Kantonsrat im Jahr 2021 ein bewilligungsfähiges Bauprojekt vorzulegen. Wenn diese dem Projekt zustimmen und keine Rekurse erfolgen, sollte die erste Etappe 2026 abgeschlossen sein. Parallel dazu werden die weiteren Etappen gemäss dem Masterplan entwickelt.

Campus als historisches Kernareal

Der Campus an der Technikumstrasse bildet das historische Kernareal des ehemaligen Technikums Winterthur mit dem 1879 erstellten Hauptgebäude im Zentrum. Gemäss der Standortstrategie der ZHAW soll die School of Engineering auf dem Campus T konzentriert werden. Basis für die Weiterentwicklung des Areals bildet die Testplanung von 2012, die in Zusammenarbeit mit der Baudirektion, der Bildungsdirektion, der ZHAW und der Stadt Winterthur erarbeitet wurde. Die Neubauten auf dem Campus T werden gemäss Masterplan vom Mai 2017 in vier Etappen realisiert.

Wettbewerbsarbeiten in Winterthur ausgestellt

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten an der Technikumstrasse 9 in Winterthur, (Mensagebäude, TB, 1. Stock) ist öffentlich zugänglich. Sie dauert vom 9. bis 20. November 2018. Öffnungszeiten: Mo - Fr 6.00 - 20.00 Uhr / Sa 6.00 - 13.00 Uhr.

Prämierung der Wettbewerbsarbeiten

  1. Rang: ARGE Graber Pulver Architekten / Takt Baumanagement, Zürich
  2. Rang: Baukunst-Bruther Sàrl, Lausanne
  3. Rang: Penzel Valier AG, Zürich
  4. Rang: ARGE GWJ –ASTOC, Bern
  5. Rang: XDGA / Xaveer De Geyter Architects, Brüssel
  6. Rang: Bauart Architekten und Planer AG, Zürich
  7. Rang: Henn GmbH, München

(Medienmitteilung der Baudirektion)

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