«Zukunft Kasernenareal Zürich»: Kanton und Stadt geben Startschuss für das öffentliche Beteiligungsverfahren

28.03.2013 - Medienmitteilung

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Kanton und Stadt Zürich planen gemeinsam die künftige Nutzung des Kasernenareals. Nach einer sorgfältigen Auslegeordnung beginnt mit den öffentlichen Veranstaltungen die zweite Phase des Prozesses. Am 6. April kann die Bevölkerung im Zeughaushof auf dem Kasernenareal ihre Ideen und Vorstellungen einbringen. Regierungspräsident Markus Kägi und Stadtrat André Odermatt informierten heute an einer Medienkonferenz über die Details.

Voraussichtlich 2018 zieht die Kantonspolizei in das neue Polizei- und Justizzentrum. Damit nach dem Umzug der heutigen Nutzer auf dem Kasernenareal keine leeren Gebäude stehen, müssen die weitere Nutzung des Areals frühzeitig abgeklärt und die notwendigen Massnahmen eingeleitet werden. Der Kanton Zürich als Grundeigentümer und die Stadt arbeiten deshalb zusammen, um Nutzungsideen zu finden, die über das Kasernengebäude und die Kasernenwiese hinaus gehen und im Interesse aller sind.

Rahmenbedingungen beachten

Wie die künftige Nutzung aussehen soll, ist absolut offen. Zentral ist, dass die unterschiedlichen Qualitäten des Kasernenareals berücksichtigt werden. Dies betrifft beispielsweise im Bereich der Zeughäuser die Einbettung des Areals in das Quartier oder die gute Erreichbarkeit des Kasernengebäudes. Grundsätzlich gilt: Alle verschiedenen Nutzungsansprüche werden im Laufe des Prozesses geprüft.

Trotz aller Offenheit sind die geltenden politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten, damit die Ideen zur Entwicklung des Areals letztlich umsetzbar sind. Deshalb haben Kanton und Stadt Leitplanken festgelegt. Diese beinhalten den Umgang mit den denkmalgeschützten Objekten. Alle Objekte auf dem Kasernenareal – ausser den Provisorien – stehen unter Denkmalschutz und sind entsprechend zu erhalten. Wie bei allen Schutzobjekten gilt, dass ein überwiegendes öffentliches Interesse vonnöten ist, um die Kaserne und die weiteren Anlagen aus dem Schutz zu entlassen. Es braucht also eine ganz besondere Nutzung, die ausschliesslich an diesem Ort und nicht mit den bestehenden Anlagen realisiert werden kann. Spielräume bei allfälligen Umnutzungen sind jedoch vorhanden, womit zum Beispiel Erweiterungen und Anbauten oder einzelne Veränderungen an den Gebäuden denkbar wären.

Als weitere Rahmenbedingung sind die bestehenden Freiräume Kasernenwiese und Zeughaushof zu erhalten. Sie sollen eine ökologische und gestalterische Qualität aufweisen, die dem Ort und der künftigen Nutzung gerecht werden. Zudem soll das Areal für die Öffentlichkeit zugängig gemacht werden. Angestrebt werden eine grosse Durchlässigkeit und eine gute Verknüpfung mit dem Quartier. Schliesslich muss über das ganze Areal gesehen die wirtschaftliche Tragbarkeit gewährleistet sein.

Öffentliches Beteiligungsverfahren

Am 6. April erfolgt der erste Schritt des öffentlichen Beteiligungsverfahrens. Die Veranstaltung steht unter dem Titel «Sammeln». Die Bevölkerung kann sich auf unterschiedliche Weise einbringen. Wer sich anmeldet, hat die Möglichkeit, an einem dreistündigen Workshop teilzunehmen oder an einem 45-minütigen Tischgespräch Ideen für das Kasernenareal zu diskutieren. Daneben werden auch spielerische Elemente wie eine Fotosafari oder ein analoger Kasernen-Blog angeboten.

Die Resultate werden in weiteren öffentlichen Veranstaltungen vertieft. Ziel ist, die unterschiedlichen Vorstellungen der Bevölkerung zur Zukunft des Kasernenareals zu erfassen. Aus den verschiedenen Ideen sollen zusammen mit den Teilnehmenden diejenigen Stossrichtungen formuliert werden, zu denen eine gemeinsame Haltung besteht.

Arbeiten am Masterplan ab September 2013

Die Ergebnisse der öffentlichen Veranstaltungen bilden eine wichtige Grundlage für den Masterplan «Zukunft Kasernenareal Zürich», der ab September in Angriff genommen wird und bis im Frühjahr 2014 vorliegen soll. Der Masterplan ist ein informelles Planungsinstrument und eine Vereinbarung der beteiligten Planungspartner. Darin sind die künftige Bedeutung und der Charakter des Areals beschrieben. Der Masterplan formuliert auch, welche Funktionen das Kasernenareal übernehmen kann, welche Nutzungen dort Raum finden sollen und welche Massnahmen nötig sind, um die geplanten neuen Nutzungen zu verwirklichen. Er verfolgt damit das Ziel, eine übergeordnete, gemeinsame Vorstellung für die zukünftige Nutzung des Areals zu schaffen und deren Umsetzung vorzubereiten, indem unter anderem Planungssicherheit geschaffen wird.

(Gemeinsame Medienmitteilung der Baudirektion Kanton Zürich und des Hochbaudepartements der Stadt Zürich)

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