Verkehrsunfallstatistik 2016 der Kantonspolizei Zürich

14.03.2017 - Medienmitteilung,Medienkonferenz (Video)

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Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag (14.3.2017) die Zahlen der Verkehrsunfallstatistik 2016 präsentiert. Obwohl sich im vergangenen Jahr insgesamt mehr Verkehrsunfälle mit Sach- und Personenschaden ereigneten, ist die Anzahl der schweren Verkehrsunfälle erneut stark zurückgegangen.

Aufzeichnung der Medienkonferenz vom 14. März 2017

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Weniger schwer Verunfallte und Tiefststand bei den Getöteten

Der Anstieg der Verkehrsunfälle mit Sachschaden ist einerseits auf die geänderte Erfassungspraxis sämtlicher Verkehrsunfälle in der Stadt Zürich durch die Stadtpolizei Zürich zurück zu führen. Andererseits sind im Kanton Zürich abermals der Fahrzeugbestand innert Jahresfrist um rund 13‘000 Motorfahrzeuge sowie die Bevölkerungszahl um rund 18‘000 Personen angestiegen, was sich negativ auf die Anzahl von Sach- und Personenschadenunfällen ausgewirkt hat.

Erfreulich ist demgegenüber, dass im Vergleich zum Fünfjahresmittel weniger Personen im Verkehr schwer verletzt und wesentlich weniger Personen getötet wurden. Der im Vorjahr verzeichnete absolute Tiefstwert von 23 getöteten Verkehrsteilnehmenden sank 2016 gar noch auf 22. Im vergangenen Jahr waren somit so wenig tödlich Verunfallte zu beklagen, wie nie zuvor.

Positiv sind auch der erneute Rückgang bei den alkoholbedingten Unfällen sowie die tieferen Zahlen der schwer verletzten und getöteten Senioren. Gegenüber dem Vorjahr hat auch die Anzahl der Unfälle mit E-Bikes abgenommen.

Unfallörtlichkeiten / Unfallursachen

Rund die Hälfte der Fahrkilometer wird im Kanton Zürich auf Hochleistungsstrassen zurückgelegt. Trotz dieser starken Beanspruchung, ereigneten sich hier nur 10 Prozent aller schweren Unfälle, wobei kein Todesopfer zu beklagen war. Hochleistungsstrassen können somit als die sichersten Strassen im Kanton bezeichnet werden.

Die schweren Unfälle auf Ausserortsstrecken machten 2016 rund 30 Prozent aus, wobei vor allem Motorrad- und Fahrradlenkende betroffen waren. Witterungsbedingt ereigneten sich die Zweirad-Unfälle vor allem zwischen März und Oktober. Rund 60 Prozent aller schweren Unfälle schliesslich ereigneten sich innerorts, wobei die schwächsten Verkehrsteilnehmenden, also Zufussgehende und Zweiradlenkende, am häufigsten schwer verletzten.

Hauptursachen für die schweren Verkehrsunfälle sind Ablenkung/Unaufmerksamkeit, Nichtanpassen der Geschwindigkeit, Fahrunfähigkeit sowie – vor allem auf Hochleistungsstrassen – Abstandsmissachtungen.

Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit

Die regelmässige Analyse der Unfallörtlichkeiten sowie der Unfallursachen für schwere Verkehrsunfälle ist die Grundlage für das Abstimmen zwischen präventiven und repressiven Massnahmen sowie Massnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur (Verkehrsanordnungen und bauliche Massnahmen), um die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern.


Kantonspolizei Zürich
Mediendienst / Tel. 044 247 36 36
Carmen Surber
 

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